Porsche 919 Tribut - Der 919 Hybrid auf der Rennstrecke

Faszination Porsche 919 Hybrid – Stationen eines Mythos

Der Porsche 919 Hybrid hat Motorsportgeschichte geschrieben. Doch das letzte Kapitel steht noch aus. Bevor unser Champion endgültig als neuer Besuchermagnet ins Porsche Museum einfährt, bedankt er sich im Rahmen der 919 Tribute Tour bei allen Fans rund um den Globus. Grund genug, vier bewegte und bewegende Jahre voller Leistung und Leidenschaft noch einmal Revue passieren zu lassen.

Vision trifft Wirklichkeit

Am Anfang war ein Traum. Und ein engagiertes Team mit visionären Ideen und dem Streben nach kompromissloser Perfektion. Das Ziel: das beste Fahrzeug seiner Klasse zu konstruieren. Das Ergebnis: Dominanz und Erfolg auf ganzer Linie. Ein Rückblick auf die wichtigsten Meilensteine der vierjährigen Erfolgsgeschichte des Porsche 919 Hybrid.

Porsche 919 Tribut - Zwei 919 Hybrid auf der Rennstrecke
Porsche 919 Tribut - Der 919 Hybrid auf der Rennstrecke

Die erste Saison 2014 – und der erste Sieg

Im April 2014 feiert der Porsche 919 Hybrid sein Renndebüt in Silverstone –mit einem völlig eigenständigen und mutigen Antriebskonzept. Zunächst war der 919 Hybrid kein Selbstläufer. Eher ein leidenschaftlicher Kämpfer mit der DNA eines Siegertypen. Doch von Rennen zu Rennen wird der 919 Hybrid stärker und stärker. Er beißt sich durch und rollt das Feld konsequent von hinten auf. Unermüdlich. Unerbittlich. Bilanz der ersten Saison 2014: vier Pole-Positions sowie der erste Sieg im WEC-Saisonfinale in Brasilien – der Beginn einer packenden Erfolgsserie, die ihresgleichen sucht.

Renn-Saison 2015 – Dominanz durch und durch

Die Erkenntnisse aus der vorausgegangenen Saison werden konsequent in die Tat umgesetzt. Schwächen eliminiert. Stärken forciert. So gelingt es dem LMP1-Werksteam von Porsche dem Fahrzeug den entscheidenden Schliff zu verpassen. Mit Erfolg: Während der gesamten Saison 2015 sind stets zwei von drei Porsche Hybrid 919 auf die erste Startreihe abonniert. Im Qualifying für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gelingt dem Schweizer Neel Jani ein Rundenrekord: Er schafft die 13,629 Kilometer in 3.16.887 Minuten.

Dann ist es endlich soweit: Am 14. Juni 2015 fährt der 919 Hybrid den ersten Le-Mans-Sieg ein. Es ist der 17. Gesamtsieg in der erfolgreichen Rennsportgeschichte von Porsche. Die glücklichen Fahrer heißen Earl Bamber, Nick Tandy und Nico Hülkenberg.

Auch in den darauffolgenden Rennen triumphiert der 919 Hybrid. Mark Webber, Timo Bernhard und Brendon Hartley holen bei den vier 6-Stunden-Rennen – am Nürburgring, in Austin, in Fuji sowie in Shanghai – jeweils den Gesamtsieg. In Shanghai sichert sich die Porsche-Crew zudem den Hersteller-WM-Titel. Beim Saison-Finale in Bahrain gewinnt das Fahrer-Trio Dumas, Jani und Lieb das Rennen. Bernhard, Hartley und Webber erringen den WM-Titel.

Renn-Saison 2016 – Le Mans, die Zweite

Nochmal Le Mans. Doch diesmal heißt das siegreiche Fahrertrio Dumas, Jani und Lieb. Es ist zugleich der 18. Gesamtsieg für Porsche. Die Team-Kollegen Bernhard, Hartley und Webber punkten im Gegenzug auf dem Nürburgring, in Mexico-Stadt, in Austin sowie in Shanghai. In China holt sich Porsche den zweiten Hersteller-WM-Titel in Folge. Beim Saison-Finale in Bahrain reicht dem Erfolgstrio Dumas, Jani und Lieb Platz sechs, um zum neuen Weltmeister gekürt zu werden.

Porsche 919 Tribut - Der 919 Hybrid im Fahrerlager
Porsche 919 Tribut - Der 919 Hybrid auf der Rennstrecke
Porsche 919 Tribut - Der 919 Hybrid auf der Rennstrecke
Porsche 919 Tribut - Der 919 Hybrid auf der Rennstrecke
Porsche 919 Tribute - Der 919 Hybrid am Boxenstopp

Renn-Saison 2017 – Hallo Hattrick

In Silverstone landen die beiden 919 Hybrid auf den Rängen zwei und drei. In Spa auf Platz drei und vier. Dann nimmt Porsche wieder Fahrt auf: Das neu zusammengestellte Fahrertrio Bamber, Bernhard und Hartley erobert in Le Mans die Gesamtführung und macht den Hattrick perfekt. Es ist der 19. Gesamtsieg für Porsche. Auch auf dem Nürburgring, in Mexiko-Stadt und in Austin sind die Helden von Le-Mans erfolgreich. Nach dem vorletzten WM-Lauf in Shanghai ist Porsche der dritte Hersteller-WM-Titel bereits sicher. Und der 919 Hybrid geht endgültig als Legende in die Annalen der Rennsportgeschichte ein.

Porsche 919 Tribut - Der 919 Hybrid vor seinen Fans
Porsche 919 Tribut - Feiern nach dem Sieg
Porsche 919 Tribut - Nahaufnahme des 919 Hybrid in der Boxengasse
Porsche 919 Tribut - Feiern nach dem Sieg

100.000 gefahrene Kilometer, millionenfache Begeisterung

Der Porsche 919 Hybrid hat sich binnen vier Jahren durch kontinuierliche Spitzenleistungen selbst ein Denkmal gesetzt und sich für alle Zeiten in die Herzen der Motorsportfans gefahren. Von Rennen zu Rennen, von Pole-Position zu Pole-Position und von Sieg zu Sieg wuchs die Begeisterung – und damit die Fangemeinde. Angekommen an der Zielmarke dieser beispiellosen Erfolgsgeschichte wird es Zeit, sich bei den Fans zu bedanken. Mit einer eindrucksvollen Welttournee – der 919 Tribute Tour 2018 – verabschiedet sich die Legende nun standesgemäß von der großen Rennsportbühne und zeigt dabei noch einmal, was wirklich in ihr steckt.

Fan-Nähe und ungebrochener Rekordhunger

Außer Konkurrenz und losgelöst vom engen Regelwerk der Prototypen-Topklasse, kann der Dreifach-Sieger von Le Mans im Rahmen seiner Abschiedstournee endlich sein ganzes Potenzial entfalten. Zum Beispiel auf der legendären Rennstrecke von Spa-Francorchamps in Belgien. Dort knackt der Porsche 919 Hybrid Evo am 9. April 2018 den Streckenrekord – dank unlimitiertem Benzindurchfluss und ungedrosselter Performance der Hybridsysteme. Ein mehr als gelungener Auftakt der großen Abschiedstournee und sicher nicht das letzte Highlight. Denn bevor die 919 Tribute Tour 2018 im Porsche Museum ihren würdigen Abschluss findet, bietet sich den Fans auf der ganzen Welt reichlich Gelegenheit, den Mythos noch einmal live und hautnah in Aktion zu erleben. Und die Erfahrungen unter #919tribute zu teilen.

Porsche 919 Tribute - The 919 Hybrid auf den Straßen von New York City bei Nacht

Entfesselte Kraft – der 919 Hybrid Evo

Beim 919 Hybrid Evo sorgen unter anderem ein größerer Frontdiffusor, ein breiterer Heckflügel, seitliche Schürzen sowie ein DRS-System für 53 Prozent mehr Abtrieb und eine Effizienzsteigerung von 66 Prozent. Im Vergleich zur Ausgangsvariante erreicht der Porsche 919 Hybrid Evo durch erhöhten Benzindurchfluss jetzt satte 720 statt wie bisher 500 PS. Zudem arbeiten die Energierückgewinnungssysteme um zehn Prozent effizienter: Die Leistungsausbeute liegt in der Evo-Version bei 440 PS (vorher: 400 PS). Die Servounterstützung der Lenkung sowie die vorderen und hinteren Radträger wurden entsprechend an die höheren Kräfte angepasst. Hinzu kommt, dass der 919 Hybrid Evo 39 Kilogramm leichter ist als die ursprüngliche Rennversion mit 849 Kilogramm. Dafür wurden die Klimaanlage, der Scheibenwischer, verschiedene Sensoren, die Elektronikeinheit der Regelwächter, die Lichtanlage sowie die pneumatische Wagenhebervorrichtung entfernt. Und auch der langjährige Reifenpartner Michelin hat mit einer neuen Reifenmischung zum Erfolg der „Mission Streckenrekord“ beigetragen. Schließlich erzeugt der Porsche 919 Hybrid Evo mehr Abtrieb als ein Formel-1-Rennwagen.

Die Tour geht weiter

Der neue Streckenrekord in Spa ist ein mehr als gelungener Auftakt der großen Abschiedstournee und sicher nicht das letzte Highlight. Denn bevor die 919 Tribute Tour 2018 im Porsche Museum ihren würdigen Abschluss findet, bietet sich den Fans auf der ganzen Welt reichlich Gelegenheit, den Mythos noch einmal live und hautnah in Aktion zu erleben. Und die Erfahrungen unter #919tribute zu teilen.